Nutzungsbedingungen
Stand: 28. Oktober 2026
Hier steht, was gilt, wenn du onlineberatung.digital nutzt. Teil A gilt für alle. Teil B gilt für Beratungsstellen, Praxen und ihre Fachkräfte. Teil C gilt für Ratsuchende.
Teil A: Für alle
§ 1 Wer die Plattform betreibt
- Die Plattform onlineberatung.digital betreibt Heiner Fischer, Männerberatung & Prävention, Vom-Bruck-Platz 30, 47805 Krefeld, E-Mail hallo@heinerfischer.de (im Folgenden „Betreiber“).
- Diese Bedingungen gelten für die Website onlineberatung.digital, für die Bereiche nach der Anmeldung und für die App „Beratungsraum“ für iPhone und iPad.
§ 2 Was die Plattform ist
- Die Plattform ist ein Werkzeug für Beratung. Beratungsstellen, Praxen und ihre Fachkräfte zeigen sich im Verzeichnis, bieten Termine an und beraten Ratsuchende in einem geschützten Raum mit Nachrichten, Terminen, Video und Whiteboard. Sie dokumentieren dort auch Beratungen vor Ort.
- Die Beratung leisten die Stellen und ihre Fachkräfte. Sie sind dafür verantwortlich. Der Betreiber stellt die Technik bereit. Er ist nicht Partner des Beratungsvertrags und sieht keine Beratungsinhalte.
- Berät der Betreiber selbst über die Plattform (eigene Praxis), handelt er dabei als Stelle nach Teil B.
- Beratung auf der Plattform ist keine Psychotherapie und keine Heilkunde. Sie ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
- Die Plattform ist kein Notdienst. Nachrichten werden nicht rund um die Uhr gelesen. Wo es in einer Krise sofort Hilfe gibt, steht in § 30.
§ 3 Begriffe
| Stelle | eine Beratungsstelle, ein Träger oder eine eigene Praxis, die die Plattform testet oder einen Vertrag nach Teil B hat |
|---|---|
| Leitung | die Person, die eine Stelle auf der Plattform verwaltet |
| Fachkräfte | Leitung, Berater*innen und Sekretariat einer Stelle |
| Ratsuchende | Menschen, die über die Plattform Beratung suchen oder bekommen, auch weitere Beteiligte wie Partner*innen und Gäste eines Videotermins |
| Raum | der geschützte Bereich für eine Beratung |
| Lizenz | das Recht für eine Person der Stelle, auf der Plattform zu beraten |
| Textform | eine lesbare Erklärung auf Papier oder elektronisch, zum Beispiel per E-Mail (§ 126b BGB) |
§ 4 Datenschutz
Welche Daten die Plattform verarbeitet, steht in der Datenschutzerklärung. Für die Daten einer Beratung ist die Stelle verantwortlich. Der Betreiber verarbeitet sie in ihrem Auftrag nach dem Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV). Für die Website, das Verzeichnis, die Konten der Fachkräfte und die Abrechnung ist der Betreiber selbst verantwortlich.
Teil B: Für Beratungsstellen, Praxen und ihre Fachkräfte
§ 5 Wer Vertragspartner sein kann
- Verträge nach Teil B schließt der Betreiber nur mit Unternehmern (§ 14 BGB), mit juristischen Personen wie Vereinen, gemeinnützigen GmbHs und Stiftungen und mit Trägern des öffentlichen Rechts. Mit Verbraucher*innen schließt er keinen Vertrag nach Teil B.
- Wer eine Stelle anmeldet oder für sie den Vertrag schließt, bestätigt, dass er oder sie die Stelle vertreten darf.
- Eigene Geschäftsbedingungen der Stelle gelten nur, wenn der Betreiber ihnen in Textform zustimmt.
§ 6 Testzeit
- Mit der Anmeldung unter „Für Beratungsstellen“ beantragt die Stelle eine kostenlose Testzeit. Der Vertrag über die Testzeit kommt zustande, wenn die Leitung die Mail mit dem Link zum Festlegen ihres Passworts bekommt.
- Die Testzeit dauert 7 Tage. Das Ende steht in „Stelle verwalten“ unter „Testzeit bis“. Der Betreiber kann die Testzeit verlängern.
- In der Testzeit entstehen keine Kosten. Die Stelle bucht keine Lizenzen. Video im Raum ist frei.
- In der Testzeit hat die Stelle keine öffentliche Seite. Sie testet nur mit erfundenen Daten und lädt keine echten Ratsuchenden ein. Einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gibt es in der Testzeit noch nicht.
- Die Testzeit endet von selbst. Sie wird nicht automatisch zu einem bezahlten Vertrag. Kündigen muss die Stelle nichts.
- Nach dem letzten Testtag sperrt die Plattform die Stelle. Kommt innerhalb von 30 Tagen danach kein Vertrag nach § 7 zustande, darf der Betreiber die Stelle mit allen Konten und Daten löschen.
§ 7 Vertrag über die Nutzung
- Will die Stelle weitermachen, teilt sie das dem Betreiber in Textform mit, zum Beispiel über Kontakt. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Betreiber in Textform bestätigt. Zugleich schließen beide den Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV).
- Echte Daten von Ratsuchenden verarbeitet die Stelle auf der Plattform erst, wenn der AVV geschlossen ist. Ihre Daten aus der Testzeit bleiben erhalten.
- Nach dem Vertragsschluss trägt der Betreiber die Links zu Impressum und Datenschutzhinweis der Stelle ein und gibt ihre öffentlichen Seiten frei.
- Was im Einzelfall anders vereinbart ist, zum Beispiel ein eigener Preis in einem Pilot, geht diesen Bedingungen vor (§ 305b BGB). Solche Absprachen brauchen Textform.
§ 8 Leistungen
- Die Lizenz umfasst alle Funktionen der Plattform, ohne Zusatzpakete:
- eine eigene Seite im Verzeichnis für jede Berater*in mit Lizenz und eine Seite der Stelle,
- Terminbuchung aus freien Zeiten, Warteliste und anonyme erste Nachricht,
- einen Raum je Beratung mit Nachrichten und Terminen, die Ratsuchende auch herunterladen können,
- Video im Raum (§ 10),
- Whiteboard, Systembrett, Positions- und Impulskarten,
- Dokumentation für Beratungen online und vor Ort, mit allen Fassungen,
- die Verwaltung für Leitung und Sekretariat, die Übergabe von Räumen und die Statistik der Stelle ohne Namen,
- Erinnerungen per Mail ohne Inhalte und die App „Beratungsraum“ für Ratsuchende,
- die Hilfe auf der Plattform und Unterstützung nach § 12.
- Wie die Funktionen im Einzelnen arbeiten, beschreibt die Hilfe. Es gilt der Stand bei Vertragsschluss mit den Änderungen nach § 9.
- Bietet der Betreiber einen KI-Entwurf für die Dokumentation an, entscheidet die Stelle, ob ihre Berater*innen ihn nutzen dürfen. Ein Entwurf ist nur ein Vorschlag. Die Berater*in prüft ihn und ist für die Dokumentation verantwortlich.
- Der Betreiber darf für seine Leistungen andere Anbieter einsetzen. Für Daten von Ratsuchenden gelten dafür die Regeln des AVV zu Unterauftragsverarbeitern.
§ 9 Weiterentwicklung
- Der Betreiber entwickelt die Plattform weiter. Er darf Funktionen ändern, ergänzen und ersetzen, wenn das für die Stelle zumutbar ist. Zumutbar ist eine Änderung, wenn der Raum mit Nachrichten, Terminen, Video und Dokumentation erhalten bleibt, die Sicherheit nicht sinkt und die Stelle nicht mehr zahlen muss.
- Fällt eine Funktion weg, die die Stelle erkennbar nutzt, oder wird sie wesentlich eingeschränkt, kündigt der Betreiber das mindestens 6 Wochen vorher in Textform an. Die Stelle kann den Vertrag dann zum Tag der Änderung kündigen. Darauf weist der Betreiber in der Ankündigung hin.
- Muss der Betreiber schnell handeln, etwa wegen einer Sicherheitslücke, einer gesetzlichen Pflicht oder weil ein Anbieter einen Dienst einstellt, darf er die Frist verkürzen. Er informiert die Stelle so früh wie möglich.
§ 10 Video im Raum und faire Nutzung
- Video im Raum gehört zur Lizenz. Die Technik liefert ein europäischer Anbieter im Auftrag des Betreibers (AVV, Anlage 2).
- Für Video im Raum gilt eine faire Nutzung von 3.000 Teilnehmerminuten je Lizenz und Monat, zusammengerechnet für die ganze Stelle. Teilnehmerminuten zählen jede Person einzeln: Ein Gespräch von 60 Minuten zu zweit sind 120 Teilnehmerminuten. 3.000 Minuten reichen für etwa 25 solcher Gespräche je Lizenz und Monat.
- Einen Zähler sieht die Stelle nicht. Auf Wunsch nennt der Betreiber ihr die Minuten ihrer Stelle.
- Liegt die Stelle in zwei Monaten nacheinander deutlich über der fairen Nutzung, spricht der Betreiber sie an. Finden beide keine Lösung, darf der Betreiber Video im Raum für die Stelle mit einer Frist von einem Monat auf den eigenen Videolink der Berater*innen umstellen. Alle anderen Leistungen bleiben.
§ 11 Zoom, Kalender und andere Dienste der Stelle
- Die Stelle und ihre Berater*innen können freiwillig eigene Dienste anbinden: Zoom der Stelle, einen Kalender bei Microsoft oder Google, einen eigenen Videolink und ein Kalender-Abo. Ohne diese Dienste funktioniert die Plattform vollständig.
- Diese Dienste setzt die Stelle oder die Berater*in in eigener Verantwortung ein, mit einem eigenen Vertrag beim Anbieter. Bei Zoom gehören dazu ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit Zoom und eine bezahlte Zoom-Lizenz für alle, die über Zoom beraten. Im kostenlosen Zoom enden Meetings nach 40 Minuten. Für jeden Dienst gelten die Bedingungen und Datenschutzhinweise seines Anbieters.
- Verbindet die Leitung Zoom, erlaubt sie der Plattform, im Zoom-Konto der Stelle mit den bei der Verbindung angezeigten Rechten zu jedem Videotermin ein Meeting anzulegen, zu ändern und zu löschen und die Liste der Nutzer zu lesen. An Zoom gehen nur Beginn, Dauer und das Thema „Termin“. Für andere Zwecke nutzt die Plattform den Zugang nicht. Verbindet eine Berater*in ihren Kalender, gilt dasselbe für Termine in diesem Kalender und für belegte Zeiten ohne Titel.
- Die Stelle kann eine Verbindung jederzeit trennen, in der Plattform oder beim Anbieter. Die Plattform löscht dann die Zugangsdaten und die Zuordnungen. Vergangene Meetings und Kalendereinträge bleiben beim Anbieter. Wie das geht, steht in der Hilfe unter Zoom verbinden.
- Für Ausfälle und Änderungen dieser Dienste ist der Betreiber nicht verantwortlich. Fällt ein Dienst aus, sehen Ratsuchende den eigenen Link der Berater*in, wenn sie einen eingetragen hat.
- Die Plattform ist kein Angebot von Zoom, Microsoft oder Google. Diese Anbieter sind nicht Partner dieses Vertrags.
§ 12 Unterstützung
- Bei Fragen zur Technik hilft der Betreiber über Kontakt oder per E-Mail, montags bis freitags außer an Feiertagen in Nordrhein-Westfalen. Er antwortet in der Regel innerhalb von 2 Werktagen. Störungen, die eine Beratung verhindern, behebt er so schnell wie möglich.
- Die Unterstützung ist für Fachkräfte. Ratsuchende wenden sich an ihre Stelle. Die Unterstützung hilft nicht in Krisen.
- Für die Unterstützung braucht der Betreiber keine Inhalte. Die Stelle schickt ihm keine Inhalte aus Räumen und keine Namen von Ratsuchenden. Braucht er zur Behebung einer Störung ausnahmsweise Zugriff auf Inhalte, gilt § 4 Abs. 4 AVV.
§ 13 Verfügbarkeit, Wartung und Sicherungen
- Die Plattform ist im Monatsmittel zu 99 % verfügbar. Verfügbar heißt: Fachkräfte und Ratsuchende können sich anmelden und im Raum Nachrichten lesen und schreiben. Gemessen wird am Übergang des Rechenzentrums ins Internet.
- Nicht mitgerechnet werden angekündigte Wartungen bis zu 4 Stunden im Monat, Störungen, die der Betreiber nicht zu vertreten hat, zum Beispiel im Internet außerhalb des Rechenzentrums oder durch höhere Gewalt, und Störungen der Dienste nach § 11.
- Wartungen kündigt der Betreiber mindestens 2 Tage vorher in der Plattform oder per E-Mail an. Er legt sie möglichst zwischen 22 und 6 Uhr. Dringende Sicherheitsupdates darf er ohne Ankündigung einspielen.
- Wird die Verfügbarkeit nicht erreicht, hat die Stelle die gesetzlichen Rechte, insbesondere zur Minderung.
- Der Betreiber sichert die Daten jede Nacht verschlüsselt und probt das Zurückspielen regelmäßig. Die Stelle muss keine eigene Sicherung der Plattform anlegen.
§ 14 Lizenzen und Preise
- Jede Person, die berät, braucht eine Lizenz. Die Leitung braucht nur dann eine, wenn sie selbst berät. Das Sekretariat braucht keine.
- Eine Lizenz kostet 15 € im Monat. Das ist ein Endpreis. Der Betreiber ist Kleinunternehmer nach § 19 UStG und weist keine Umsatzsteuer aus.
- Die Leitung bucht Lizenzen in der Plattform. Eine gebuchte Lizenz gilt sofort und kostet den ganzen laufenden Monat. Eine Reduzierung gilt ab dem nächsten Monat.
- Berechnet wird für jeden Monat die höchste Zahl an Lizenzen, die in diesem Monat gebucht war.
§ 15 Rechnung und Zahlung
- Der Betreiber rechnet monatlich im Nachhinein ab, am Anfang des Monats für den Vormonat. Die Rechnung kommt per E-Mail an die Rechnungsadresse der Stelle und steht als PDF in „Stelle verwalten“.
- Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zu zahlen.
- Gerät die Stelle in Verzug, gelten die gesetzlichen Regeln.
- Ist eine Rechnung mehr als 30 Tage überfällig, mahnt der Betreiber in Textform mit einer Frist von 14 Tagen und sagt, was danach geschieht. Zahlt die Stelle auch dann nicht, darf der Betreiber die öffentlichen Seiten der Stelle offline nehmen und neue Buchungen sperren. Bestehende Räume bleiben für Ratsuchende und Berater*innen erreichbar, damit keine laufende Beratung abbricht. Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund (§ 17 Abs. 4) bleibt.
- Die Stelle kann nur mit Forderungen aufrechnen, die unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind.
§ 16 Preisänderungen
- Der Betreiber kann den Preis je Lizenz mit einer Frist von 3 Monaten zum Monatsbeginn ändern, frühestens 12 Monate nach Vertragsschluss und höchstens einmal in 12 Monaten. Er teilt die Änderung in Textform mit und nennt den Grund, zum Beispiel gestiegene Kosten für Server, Video oder Mails.
- Steigt der Preis, kann die Stelle den Vertrag zum Tag der Änderung kündigen. Darauf weist der Betreiber in der Mitteilung hin.
§ 17 Laufzeit und Kündigung
- Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht.
- Die Stelle kann zum Ende jedes Monats kündigen. Die Kündigung muss bis zum letzten Tag des Monats eingehen.
- Der Betreiber kann mit einer Frist von 3 Monaten zum Monatsende kündigen. So bleibt Zeit, Beratungen abzuschließen und Daten zu übernehmen.
- Beide können aus wichtigem Grund ohne Frist kündigen. Ein wichtiger Grund für den Betreiber ist zum Beispiel ein Zahlungsrückstand von mehr als zwei Monatsbeträgen oder ein schwerer Verstoß gegen §§ 19 oder 20, der trotz Abmahnung weitergeht. Ein wichtiger Grund für die Stelle ist zum Beispiel ein schwerer Verstoß des Betreibers gegen den AVV.
- Kündigen geht über das Formular „Vertrag kündigen“ im Fuß jeder Seite oder in Textform. Die Stelle bekommt sofort eine Bestätigung.
§ 18 Ende des Vertrags
- Bis zum Ende des Vertrags läuft alles weiter. Die Stelle informiert ihre Ratsuchenden rechtzeitig und schließt laufende Beratungen ab oder vereinbart mit ihnen, wie es weitergeht. Ratsuchende können bis dahin ihre Nachrichten herunterladen.
- Mit dem Ende des Vertrags sperrt die Plattform die Stelle. Ihre Seiten verschwinden aus dem Verzeichnis. Fachkräfte und Ratsuchende der Stelle kommen nicht mehr hinein.
- Auf Wunsch gibt der Betreiber der Stelle ihre Daten bis 30 Tage nach dem Ende heraus. Danach löscht er alle Daten der Stelle. Einzelheiten regelt § 9 AVV.
§ 19 Pflichten der Stelle
- Beratung. Die Stelle ist für ihre Beratung verantwortlich, fachlich und rechtlich. Dazu gehören die Regeln ihres Berufs und ihres Beratungsfelds, die Schweigepflicht, ein Vorgehen in Krisen und bei Gefahr für das Wohl eines Kindes und ehrliche Angaben dazu, wann sie antwortet.
- Datenschutz. Die Stelle ist für die Daten ihrer Beratung verantwortlich (Art. 4 Nr. 7 DSGVO). Sie stellt einen eigenen Datenschutzhinweis mit Rechtsgrundlage und Löschfrist bereit, wählt in der Plattform eine Löschfrist und prüft, ob sie eine Datenschutz-Folgenabschätzung braucht. Eine Vorlage dafür gibt ihr der Betreiber. Kirchliche und öffentliche Träger beachten ihr eigenes Datenschutzrecht und beziehen ihre Datenschutzbeauftragten ein.
- Konten. Konten bekommen nur Personen, die für die Stelle arbeiten. Jedes Konto gehört einer Person und wird nicht geteilt. Passwort und zweiter Faktor bleiben geheim. Verlässt eine Person die Stelle, nimmt die Leitung sie sofort aus dem Team. Die Stelle verpflichtet alle, die Zugang haben, auch das Sekretariat, zur Verschwiegenheit.
- Öffentliche Seiten. Die Angaben auf den Seiten der Stelle und ihrer Berater*innen müssen stimmen. Eine Berufsbezeichnung oder Qualifikation nennt nur, wer sie führen darf. Die Stelle hat die Rechte an den Fotos, Logos und Texten, die sie hochlädt. Sie nennt ein Impressum und einen Datenschutzhinweis.
- Geräte. Die Stelle sorgt für eigene Geräte mit aktuellem Browser, Bildschirmsperre und Internet.
- Meldungen. Bemerkt die Stelle eine Störung, eine Sicherheitslücke oder einen Missbrauch, sagt sie dem Betreiber sofort Bescheid.
- Honorar. Nimmt die Stelle ein Honorar, nennt sie es offen und rechnet es selbst mit den Ratsuchenden ab, mit eigenen Rechnungen und Steuern. Die Plattform zeigt die Staffel und hält fest, ob gezahlt ist. Der Betreiber zieht kein Geld ein.
§ 20 Was nicht erlaubt ist
Die Stelle und ihre Fachkräfte nutzen die Plattform nicht, um
- rechtswidrige, beleidigende oder irreführende Inhalte zu verbreiten,
- Ratsuchenden Werbung oder Nachrichten zu schicken, die nichts mit ihrer Beratung zu tun haben,
- Daten von Ratsuchenden für andere Zwecke zu sammeln oder weiterzugeben,
- Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen, fremde Konten zu nutzen oder die Plattform anzugreifen,
- die Plattform automatisch auszulesen oder stark zu belasten, außer der Betreiber stimmt vorher zu.
§ 21 Sperren
- Verstößt eine Stelle oder eine Fachkraft schwer gegen §§ 19 oder 20, darf der Betreiber eine Beraterseite offline nehmen, ein Konto sperren oder in schweren Fällen die Stelle sperren. Er wählt das mildeste Mittel, das reicht, und sagt der Stelle vorher Bescheid. Nur wenn sofort Schaden droht, sperrt er ohne Vorwarnung und informiert danach.
- Beim Sperren denkt der Betreiber an die Ratsuchenden: Räume bleiben gespeichert, und die Leitung kann sie an eine andere Berater*in übergeben.
- Fällt der Grund weg, hebt der Betreiber die Sperre auf.
§ 22 Fachkräfte einer Stelle
- Fachkräfte einer Stelle haben keinen eigenen Vertrag mit dem Betreiber. Mit dem Einrichten ihres Kontos sagen sie zu, §§ 19 bis 21 einzuhalten.
- Gegenüber dem Betreiber ist die Stelle für ihre Fachkräfte verantwortlich.
- Wer allein arbeitet, meldet eine eigene Praxis an und ist dann selbst Stelle.
§ 23 Rechte an Inhalten und Software
- Die Inhalte der Stelle bleiben ihre. Der Betreiber nutzt sie nur, um die Plattform für die Stelle zu betreiben.
- Für ihre öffentlichen Seiten gibt die Stelle dem Betreiber für die Dauer des Vertrags das einfache Recht, Texte, Fotos und Logos im Verzeichnis, in der Suche der Plattform, in Vorschaubildern für Links und in den Angaben für Suchmaschinen zu zeigen.
- Die Stelle bekommt für die Dauer des Vertrags das einfache, nicht übertragbare Recht, die Plattform im Browser und in der App zu nutzen. Alle Rechte an der Software „Beratungsraum“ bleiben beim Betreiber. Rechte aus Lizenzen freier Software bleiben unberührt.
- Vorschläge der Stelle zur Weiterentwicklung darf der Betreiber frei nutzen.
§ 24 Haftung
- Der Betreiber haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und soweit er eine Garantie übernommen hat.
- Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Betreiber nur, wenn er eine wesentliche Pflicht verletzt. Wesentlich ist eine Pflicht, die den Vertrag erst möglich macht und auf die die Stelle vertrauen darf, zum Beispiel der Betrieb der Räume und der Schutz der Daten. Die Haftung ist dann auf den Schaden begrenzt, der bei Vertragsschluss typisch und vorhersehbar war.
- Für Mängel, die schon bei Vertragsschluss da waren, haftet der Betreiber nur, wenn er sie zu vertreten hat. Die Haftung ohne Verschulden nach § 536a Abs. 1 BGB ist ausgeschlossen.
- Für die Beratung und für die Inhalte der Stelle ist allein die Stelle verantwortlich. Machen Dritte deswegen Ansprüche gegen den Betreiber geltend, stellt die Stelle ihn frei, soweit sie den Verstoß zu vertreten hat.
- Die Haftung gegenüber Betroffenen nach Art. 82 DSGVO bleibt unberührt. Im Verhältnis zwischen Stelle und Betreiber gilt § 12 AVV.
- Diese Regeln gelten auch für Personen, die für den Betreiber arbeiten.
§ 25 Vertraulichkeit
Beide behandeln vertrauliche Informationen der anderen Seite vertraulich, auch nach dem Ende des Vertrags. Für Daten von Ratsuchenden gilt der AVV vorrangig.
§ 26 Änderungen dieser Bedingungen
- Der Betreiber kann Teil A und Teil B ändern, wenn sich Gesetze oder Rechtsprechung ändern, wenn er neue Funktionen aufnimmt, wenn ein Anbieter nach § 8 Abs. 4 seine Bedingungen ändert oder um eine Lücke zu schließen. Preis und Kern der Leistung ändert er nur nach §§ 9 und 16.
- Er schickt die Änderung mindestens 6 Wochen, bevor sie gelten soll, in Textform und zeigt, was sich ändert. Die Stelle kann bis dahin widersprechen oder den Vertrag zum Tag der Änderung kündigen. Widerspricht sie nicht, gilt die neue Fassung. Darauf weist der Betreiber in der Mitteilung hin.
- Widerspricht die Stelle, läuft der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen weiter. Der Betreiber kann dann mit der Frist nach § 17 Abs. 3 kündigen.
§ 27 Übertragung des Vertrags
Der Betreiber darf den Vertrag mit allen Rechten und Pflichten, auch den AVV, auf eine Gesellschaft übertragen, die die Plattform weiter betreibt und an der er maßgeblich beteiligt ist. Er teilt das mindestens 6 Wochen vorher in Textform mit. Die Stelle kann den Vertrag zum Tag der Übertragung kündigen.
§ 28 Schluss
- Es gilt deutsches Recht.
- Gerichtsstand für Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen ist Krefeld.
- Bei Widersprüchen gilt diese Reihenfolge: Absprachen im Einzelfall in Textform, dann der AVV für alles, was den Datenschutz betrifft, dann diese Bedingungen, dann die Hilfe als Beschreibung der Funktionen.
- Erklärungen nach diesen Bedingungen brauchen Textform, wenn nichts anderes geregelt ist.
- Verbindlich ist die deutsche Fassung. Die englische Fassung ist eine Lesehilfe.
Teil C: Für Ratsuchende
§ 29 Worum es geht
- Hier steht, was gilt, wenn du die Plattform nutzt, um Beratung zu suchen oder zu bekommen. Die Plattform betreibe ich, Heiner Fischer (§ 1). Für dich ist sie kostenlos.
- Deine Beratung bekommst du von einer Beratungsstelle oder Praxis. Mit ihr vereinbarst du die Beratung. Sie und deine Berater*in sind für die Beratung verantwortlich. Ich lese deine Nachrichten nicht. Bin ich selbst deine Berater*in, bin ich dabei deine Stelle.
- Kostet die Beratung bei einer Stelle etwas, steht das vorher auf der Seite deiner Berater*in. Das Erstgespräch ist dann kostenlos. Bezahlt wird an die Stelle.
- Wenn du ein Konto anlegst, stimmst du diesen Bedingungen zu.
§ 30 In einer Krise
- Die Plattform ist kein Notdienst. Deine Berater*in liest deine Nachricht nicht sofort. Nachts, am Wochenende und im Urlaub kann es länger dauern.
- Wenn du nicht mehr weiterweißt oder an Suizid denkst, ruf sofort an. Telefonseelsorge, kostenlos und rund um die Uhr: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Im Notfall: 112.
- Wenn du Gewalt erlebst: Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, rund um die Uhr, 116 016. Hilfetelefon Gewalt an Männern, 0800 1239900, Montag bis Donnerstag 8 bis 20 Uhr, Freitag 8 bis 15 Uhr.
§ 31 Dein Konto
- Du kannst die Plattform ab 16 Jahren nutzen.
- Du brauchst nur ein Pseudonym und ein Passwort. Nimm ein Pseudonym, das deinen Namen nicht verrät und auch sonst nicht zeigt, wer du bist.
- Dein Konto gehört nur dir. Halte dein Passwort und deinen Wiederherstellungscode geheim. Nutzen andere dein Gerät, melde dich nach der Beratung ab.
- Eine E-Mail-Adresse ist freiwillig. Nimm am besten eine, die nur du liest.
§ 32 Miteinander
- Geh respektvoll mit deiner Berater*in und mit anderen Beteiligten um.
- Nicht erlaubt ist:
- andere beleidigen oder bedrohen,
- rechtswidrige Inhalte schicken oder zeichnen,
- ein Videogespräch aufnehmen oder Bilder davon machen, wenn nicht alle zugestimmt haben,
- deine Zugangsdaten weitergeben oder das Konto einer anderen Person nutzen,
- Werbung schicken oder die Plattform angreifen.
- Hältst du dich nicht daran, kann deine Berater*in die Beratung beenden. In schweren Fällen sperre ich dein Konto.
- Was du schreibst oder zeichnest, gehört dir. Die Plattform nutzt es nur für deine Beratung.
§ 33 Konto löschen
- Du kannst jederzeit aufhören und dein Konto selbst löschen, unter „Konto und Sicherheit“. Kündigen musst du nichts.
- Beim Löschen sind dein Pseudonym, dein Passwort, dein Wiederherstellungscode und deine E-Mail-Adresse sofort weg. Kommende Termine werden abgesagt. Deine Räume bleiben abgeschlossen bei der Stelle, bis ihre Frist abläuft. Soll alles früher gelöscht werden, wende dich an die Stelle. Willst du deine Nachrichten behalten, lade sie vorher herunter.
- Ein Konto ohne Raum löscht die Plattform nach 30 Tagen. Dein Konto endet auch, wenn dein letzter Raum gelöscht wird.
- Hört deine Stelle auf, die Plattform zu nutzen, sagt sie dir vorher Bescheid.
- Mehr dazu steht in der Datenschutzerklärung.
§ 34 Verfügbarkeit und Haftung
- Ich sorge dafür, dass die Plattform zuverlässig läuft, und lege Wartungen möglichst in die Nacht. Einen Anspruch darauf, dass sie immer erreichbar ist, hast du nicht.
- Ich hafte unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit und nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei einfacher Fahrlässigkeit hafte ich nur, wenn ich eine wesentliche Pflicht verletze. Das ist eine Pflicht, auf die du dich verlassen darfst, zum Beispiel der Schutz deiner Daten. Dann hafte ich für den Schaden, der typisch und vorhersehbar ist.
- Für die Beratung selbst ist deine Stelle verantwortlich.
§ 35 Änderungen
Ändere ich diese Bedingungen, sage ich es dir vorher in deinem Raum. Änderungen, die dich schlechter stellen, gelten für dich erst, wenn du zustimmst. Willst du nicht zustimmen, kannst du dein Konto löschen.
§ 36 Recht und Streit
- Es gilt deutsches Recht. Wohnst du in einem anderen Land der EU, behältst du die Schutzrechte, die dir das Recht dort zwingend gibt.
- An Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle nehme ich nicht teil. Dazu bin ich nicht verpflichtet (§ 36 VSBG).
- Fragen zur Technik schickst du über Kontakt. Fragen zu deiner Beratung stellst du deiner Stelle.
- Verbindlich ist die deutsche Fassung. Die englische Fassung ist eine Lesehilfe.